Teddysammlungen

Christine Blöcher

Der Anfang meiner Teddy-Sammlung

Wie bin ich zu meiner Sammel-Leidenschaft eigentlich gekommen?

Es war während meiner Kinderzeit, da entdeckte ich in einem Schrank,
von meiner Mutti, einen Karton - der mußte natürlich geöffnet werden!

In diesem Karton fand ich dann Miniatur-Steiff-Tiere, die Mutti, in
ihren jungen erwachsenen Jahren sich gekauft hatte. Doch leider durfte
ich nur selten mit diesen Tieren spielen - einfach, weil sie so wertvoll
waren.

Immer wieder versuchte Mutti mir die Liebe zu Puppen näher zu bringen,
doch irgendwie konnte ich mich dafür so gar nicht erwärmen! Es ist ja

auch kein Wunder, wenn man bedenkt, das die Puppen, die Anfang bis
Mitte der 80er Jahren zu erhalten waren, aus furchtbar hartem Kunst-
stoff bestanden...!
Hier seht Ihr zwei Fotos, welche Mutti fotografierte - auch da ist gut erkennbar, das ich, mit meiner kindlichen Plüsch-Sammlung, schon damals
gut gegen die mir immer wieder übereigneten Puppen anhielt:



Hätte es damals schon die heutigen Puppen, aus Silikonvinyl, welches sich
so schön weich, fast wie echte Babyhaut, anfühlt, gegeben, dann hätte ich
ganz bestimmt auch eher damit was anfangen können
- so aber, zog es mich
immer zu den hübschen Steiff-Tieren hin - wo ich ganz besonders den wun
derschönen Hasen ins Herz geschlossen hatte, er hockt jetzt immer noch in meinem Fach der Steifftiere.

Auf dem linken Bild seht Ihr den Hasen "Snobby" und rechts die Hunde
"Cocky" und "Foxy", mit dem Eselchen, aus Muttis Miniatur-Kollektion.




1993 war dann der eigentliche Beginn meiner Teddy-Sammlung, als ich mir zu Weihnachten einen großen Steiff-Teddy wünschte - und glücklicherweise auch bekommen habe - meinen "Zotty", mit dem, für diesen Steiff-Bären typischen
hellen Brustfell. Zuvor hatte ich bereits zum Geburtstag ein Buch über die verschiedensten, antiken, Teddybären erhalten und das habe ich ganz interessiert gelesen.



Die nächsten Jahre sammelte ich dann erstmal alle Plüschteddies, die ich irgendwo hatte auftreiben können, denn meine Kollektion sollte doch einen Grundstock haben - und eine Sammlung besteht nunmal aus vielen Exponaten.

Auf dem folgenden Foto seht Ihr mich, mit meinen ersten Plüschbären, über die ich sehr glücklich gewesen bin, zum großen Teil sitzen diese heute noch in meinem Bärenzimmer.




Es war 1995 gewesen, als ich im Zeitschriften-Handel auf die Teddybär-Magazine "Bär-Report" und "Teddybär und seine Freunde" (heutiger Titel "Teddies kreativ") aufmerksam geworden bin und diese sofort total begeistert abbonierte. Nahezu alle Ausgaben sind auch heute noch, in Stehsammlern, bei mir gut aufgehoben und ich blättere immer wieder gerne darin - sind es doch mittlerweile sehr interessante Zeitdokumente der Arktophilie - wie der Fachbegriff, für das Sammeln von Teddies lautet.


Auf der Rückseite einer Ausgabe dieser Fachzeitschriften entdeckte ich dann das Werbeinserat für die 12er Replika-Serie von antiken und nun in Neuauflage gefertigten Bären der Manufaktur Clemens.

Hier eine Auswahl dieser Bären:



Von diesen Bärchen war ich ganz besonders begeistert, denn sie hatten
aus den verschiedensten Materialien ihre Felle gefertigt bekommen, so
bestand die Erstausgabe aus Material von alten Soldatendecken, doch
diese Kollektion enthielt auch Bärchen aus Mohair und je einen aus
Alcantara, Alpaka, Seidenplüsch und grünem Loden.
Diese verschiedenen Materialien machen diese Bärchen so besonders,
denn sie lassen sie so unterschiedlich aussehen, obwohl alle aus dem 
gleichen Grund-Schnittmuster gefertigt worden sind.



Und genau das ist es, was mich auch heute noch an den Teddies so fas-
ziniert - wo ich doch mittlerweile wirklich Bären in allen Farben und
Fellvarianten bei mir aufgenommen habe. Doch sie sehen alle verschie-
den aus, durch ihre diversen Schnittmuster und vor allem, die verschie-
den dichten und langen Felle.


Von 1997 bis 2005 spezialisierte ich meine Kollektion, aus dem positiven Sammeln der Clemens-Bären heraus, dann auf Manufaktur-Teddies deutscher und amerikanischer Teddy-Firmen. Ich war immer wieder aufs Neue sehr gespannt darauf, wenn es, zu Be-
ginn des jeweils neuen Jahres, dort die Neuauflagen gab, die dann natürlich als aller erstes auf der Nürnberger Spielwaren-Messe präsentiert und im Bericht der Fach-Magazine dann vorgestellt wurden.


Hier zeige ich Euch einige meiner Manufaktur-Bären:


-(Fa. Bear-Collection und Fa. Bearington, USA)


(Fa. Grisly und Fa. Rainer Martin)

Ab 2005 änderte ich dann abermals meinen Geschmack, im Bezug auf Teddy-Bären, denn ich entdeckte, da es ja nun auch das Internet gibt, dort sehr schöne Künstler-Teddybären. Der Vorteil, dieser Teddies, gegenüber Manufakturbären, ist in allererster
Linie der, das die Manufakturen meistens einen Grundschnitt, in diversen Größen, mit verschiedenen Fellen verarbeiten und damit die Bären sich stets stark ähneln - wohingegen
die Künstler alle ihre eigenen und oftmals auch sehr unterschiedlichen Schnitte verarbeiten und damit den Teddies ein einmaliges Aussehen verleihen.





Mein Hauptschwerpunkt, dieser Künstlerbären, liegt, nachdem ich Bären auf heimischen
Ausstellungen, von privaten Hobby-Bärenmachern erworben hatte, die natürlich ebenfalls allesamt sehr putzig und knuffig aussehen, nun auf den Bären von Ilse Simonides,
den sogenannten "Lucky-Bären", mit denen, wegen ihrer detailreichen Ausarbeitung nur ganz besonders wenige, gleich hochwertig arbeitenden Künstler, mithalten können und den
kleinen Teddies von Carmen Deckert, die immer wieder unterschiedliche Mohaire und
Plüsche verarbeitet und mit ihren diversen Schnittmustern somit den kleinen Bärchen ein
ganz eigenes Aussehen verleiht.

Hier sind einige meiner Bären der Künstlerin Carmen Deckert.

Doch mein ganzer Stolz sind und bleiben natürlich meine "7 Zwerge" von Frau Simondes,
die ich hier in Bildern zeige, damit man eine Vorstellung davon bekommt, mit welch zahlreichen Details diese hochwertigen Bären ausgestattet sind; sie haben fast alle offene
Mäulchen, mit Zähnchen aus Moosgummi und einer, aus Fimo handgefertigten Zunge
darin und auch die Pfoten sind besonders detailliert skulptiert und mit Ballen und Kral-
len ausgestattet, das herzige Bärenbaby Mandy hat sogar einen Magnet-Schnuller, wie
die heutigen Reborn-Baby-Puppen, dessen Gegenmagnet sich im Schnäuzchen befindet.



Links sind die Bären Tinchen und Hansemann, aus Webpelz, und rechts Loveley,  aus
Alpaka und Mika, aus australischem Bärenplüsch, zu sehen.



Links ist Fynn, aus Eisbärenplüsch, zu sehen und rechts das Bärenbaby Mandy,
welches aus dem gleichen Plüsch gefertigt wurde, wie das Bärchen Hansemann.

Dies ist nun das zweite "Lucky-Baby" namens Flöckchen, welches auch in meiner
Bärenstube beheimatet ist.


Hier noch ein Gruppenbild meiner "Lucky-Künstlerbären".

So, dies ist meine Geschichte, vom Beginn, bis zum heutigen Stand, meiner Kollektion -
und ich kann immer nur sagen, das die Künstlerbären natürlich in ihrer Wertigkeit einzigartig, die Manufaktur-Teddies, auch wegen ihrer limitierten Auflagen, etwas ganz beson-
deres sind, aber das auch meine Kindheitsbären, die lediglich aus einfachem Plüsch gefer-
tigt worden sind, mich auch heute noch immer wieder in Entzücken versetzen und ich über
jeden einzelnen Bären, in meiner Kollektion, die nun über 500 Exponate umfasst, sehr glücklich bin.



In dieser Hinsicht möchte ich mich, als Schlußwort, dieser Berichterstattung, der Aussage,
eines amerikanischen Schriftstellers, hier anschließen und diese hier gerne erwähnen:

"Wer je einem Teddybären ins Gesicht geschaut hat,
erkannte das freundliche Zwinkern in seinem wissenden Blick."
- Harold Nadolny -


Denn das Sammeln von Teddybären ist und bleibt auf alle Fälle - und natürlich auch mit
allen Fellen! - eine Herzens-Angelegenheit und darum ist für mich die Wertigkeit eines
Bären vor allem in seinem hübschen und lieben Aussehen zu finden und erst in zweiter
Hinsicht in seiner, durch den Kaufpreis, mehr oder weniger, bedingten Wertigkeit.



Ich danke Ihnen sehr, für das Lesen meines Berichtes,
Christine Blöcher.


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